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Von Wacken nach Norwegen

Fotograf Matthias Gerlach stellt in der Bahnhofsmission aus

Neumünster (pm) – Wilde Flüsse, urwüchsige Landschaften und unberührte Natur: Die Bahnhofsmission Neumünster verwandelt sich in den kommenden Wochen in eine Galerie für skandinavische Impressionen. Der bekannte lokale Fotojournalist Matthias Gerlach zeigt dort ab sofort seine neuesten Werke, die während einer Reise im vergangenen August in der norwegischen Provinz Åseral entstanden sind. Die Ausstellung läuft noch bis in den Juli hinein. 

Ein Leben im Zeichen des Auslösers

Der 1959 geborene, gebürtige Neumünsteraner ist in der regionalen Kulturszene ein vertrautes Gesicht. Seine Leidenschaft für das Medium begann im Jahr 1985 mit einer geschenkten Spiegelreflexkamera zum Geburtstag. Was als Hobby mit ersten belichteten Filmen, Diafotografie und einem eigenen Schwarz-Weiß-Labor begann – das später auch für Farbabzüge ausgebaut wurde –, entwickelte sich schnell zur Berufung. Ob Hochzeiten, Familienfeiern oder Eventdokumentationen: Gerlach war mit seiner Kamera bald ein gefragter Gast. Nach einer Ausbildung zum Reprofotografen im Jahr 1990 blieb die Fotografie zunächst sein intensivstes Steckenpferd, bevor er 2016 den Schritt in die Freiberuflichkeit als Fotojournalist und Dokumentationsfotograf wagte.

Fokus auf Schnelligkeit

Heute schlägt sein Herz vor allem für die Bühnen-, Theater- und Konzertfotografie. Große Events wie das Wacken Open Air, das Werner Rennen oder die heimische Holstenköste fängt er ebenso stilsicher ein wie klassische Ballettinszenierungen. Dabei setzt Gerlach bereits seit dem Jahr 2002 ausschließlich auf digitale Technik. „Wenn es auf Schnelligkeit und Präsenz ankommt, geht nichts über die digitale Fotografie“, betont der Fotojournalist. „Besonders im Pressebereich muss es manchmal sehr schnell gehen.“

Natur pur statt Festivaltrubel

In der aktuellen Ausstellung zeigt sich Gerlach nun von einer ruhigeren Seite. Seine Landschaftsaufnahmen aus Åseral bieten einen faszinierenden Gegenpol zum sonst so turbulenten Festivalalltag vor seiner Linse. Interessierte können die Ausstellung während der regulären Öffnungszeiten der Bahnhofsmission besichtigen. Die Einrichtung ist derzeit von Montag bis Donnerstag jeweils von 7:30 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Ab April erweitern sich die Besuchszeiten durch die Wiedereinführung der Frühschicht auf den Zeitraum von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr.

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