Neumünster (pm) - Ob im Café, im Park oder im Wartezimmer: Dass Mütter in der Öffentlichkeit stillen, sorgt nicht überall für Verständnis. Ein Thema, das derzeit immer wieder öffentlich diskutiert wird. Die Diakonie Altholstein setzt dem heute ein Zeichen entgegen: An gleich drei Standorten in Neumünster erhält sie die Auszeichnung „Stillfreundlicher Ort":
- Bahnhofsmission Neumünster: (Foto:Josefine Scotti und Regina Gottsleben)
- Katharina-von-Bora-Haus mit der evangelischen Familienbildungsstätte, Am Alten Kirchhof 4: (Foto: Babett Schwede-Oldehus, Julia Denke, Anja Handrich vom Hebammenverband S-H)
- Secondhandladen Lieblingsstücke, Kieler Straße: (Foto: Jessica Wölm, Maren Viemann und junge Mutter Haily mit ihren 4-Wochen alten Sohn, Anja Handrich)
Überreicht wird das Zertifikat von Anja Handrich, Beauftragte für Stillen & Ernährung im Hebammenverband Schleswig-Holstein. Der Verband prüft im Vorfeld, ob die Orte bestimmte Kriterien erfüllen, und vergibt das Zertifikat erst dann.
Julia Denke, die neue Leiterin der evangelischen Familienbildungsstätte der Diakonie Altholstein, freut sich über die Auszeichnung: „Wir bieten Familien einen geschützten Raum für Begegnung und Unterstützung vom ersten Tag des Lebens", sagt sie.
Die Auszeichnung ist Teil der bundesweiten Initiative für stillfreundliche Kommunen. Deren Ziel: Stillen soll im Alltag selbstverständlich werden, damit Mütter unbeschwert am öffentlichen Leben teilhaben können. „Diese Initiative sehe ich als Frage weiblicher Selbstbestimmung, die für alle Generationen in Neumünster ein Zeichen des Willkommens setzt", sagt Anja Handrich.
Die Diakonie Altholstein unterstützt diese Idee gerne, wie Gesa Kitschke, Geschäftsführerin der Diakonie Altholstein, betont: „Wir wollen genau dieses Zeichen setzen und für die Bedürfnisse und Nöte junger Mütter sensibilisieren. Deshalb schaffen wir diese Schutzräume gleich an drei Standorten. Denn die Themen der Familien sind eben auch unsere Themen und liegen uns am Herzen."