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Wechsel an der Gemeindespitze

Weddelbrook: Ellen Mundt löst Norbert Wienck im Bürgermeisteramt ab

Ellen Mundt (li.) ist die neue Bürgermeisterin von Weddelbrook und damit die erste Frau an der Spitze der Gemeinde. Sie bedankte sich herzlich bei ihrem Vorgänger Norbert Wienck für seine Arbeit. Fotos: Straehler-Pohl

Ellen Mundt (li.) ist die neue Bürgermeisterin von Weddelbrook. Ihr Vorgänger Norbert Wienck hatte sein Amt niedergelegt.

Für Norbert Wienck, der auch sein Mandat in der Gemeindevertretung niederlegte, rückte Jens Haase, der bereits als bürgerliches Mitglied im Finanzausschuss mitgearbeitet hat, nach.

Weddelbrook (usp) – Seit vergangenen Donnerstag steht mit Ellen Mundt erstmals eine Frau an der Spitze der Gemeinde Weddelbrook. Die 63-Jährige wurde in der Sitzung der Gemeindevertretung mit den jeweils vier Stimmen ihrer Wählergemeinschaft „Bürger für Weddelbrook“ (BfW) sowie der CDU zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Die drei Gemeindevertreter der „Freien Wähler Weddelbrook“ (FWW) enthielten sich.
Notwendig geworden war die Neuwahl nach dem Rücktritt von Norbert Wienck (68), der sein Amt nach nur zweieinhalb Jahren niedergelegt hatte. Bereits in der vorherigen Sitzung hatte Wienck seinen Schritt angekündigt. In seinem abschließenden Bericht machte er deutlich, dass insbesondere die Anfeindungen während der Einwohnerversammlung vom 26. Februar zum geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses für seine Entscheidung ausschlaggebend gewesen seien.
Nach seinen Worten sei die Atmosphäre während der Fragestunde von Kritik und Misstrauen geprägt gewesen. Besonders scharf angegriffen fühlte sich Wienck von seinem Vor-Vorgänger Peter Boyens. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei die finanziellen Planungen für das Feuerwehrprojekt. Welcher Betrag nun falsch sein sollte, sei offengeblieben, monierte Wienck. „Für mich spricht daraus nur der Frust eines Mannes, der mit dem Verlust von Macht und Dominanz nicht zurechtkommt,“ meinte er.
Auch Fragen seines unmittelbaren Vorgängers, Boyens Schwiegersohn und jetzigen ersten Stellvertreters, Stefan Gärtner, hätten darauf abgezielt, einen negativen Eindruck bei den Anwesenden hervorzurufen.
Die endgültigen Kosten können nach Angaben des Finanzausschussvorsitzenden Kevin Kay (FWW) zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend beziffert werden. Kay hatte mögliche Steuererhöhungen zur Finanzierung nicht ausgeschlossen. Dies sei im Übrigen bei allen großen Investitionen der Vergangenheit in Weddelbrook über diesen Weg und mit auch begleitenden Steuererhöhungen realisiert worden, so Wienck weiter, der sich über die Aggressivität von Boyens erschrocken zeigt.
Die Angriffe hätten ihn persönlich getroffen, bedauerte Wienck. „Lassen Sie uns also alle gemeinsam, und ich meine wirklich alle und wirklich gemeinsam, das für unsere Gemeinde wichtigste Projekt dieser Legislaturperiode vorantreiben und zügig abschließen“, appellierte er an die rund 50 Anwesenden, von denen er abschließend Applaus erhielt. Auch Frank Meier (CDU), Vorsitzender des Planungs- und Maßnahmenausschusses, sowie Jörn Knüppel (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses, dankten Wienck ausdrücklich für die Zusammenarbeit. Anerkennende Worte kamen am Rande der Veranstaltung auch von Joachim Polzin, Büroleitender Beamter Amtsverwaltung.
Die neue Bürgermeisterin 
Ellen Mundt bringt kommunalpolitische Erfahrung mit. Bereits früher gehörte sie der Gemeindevertretung in Weddelbrook an und war später nach ihrem Umzug auch kommunalpolitisch in Hitzhusen aktiv. Nach ihrer Rückkehr nach Weddelbrook engagiert sie sich erneut seit zweieinhalb Jahren als Gemeindevertreterin. Erst Anfang Mai verabschiedete sich die ehemalige Schulsekretärin in den Ruhestand.
Die Entscheidung, das Bürgermeisteramt zu übernehmen, sei ihr nicht leicht gefallen, erklärte Mundt. Viele hätten abgewunken, als es um die Nachfolge Wiencks gegangen sei. Sie traue sich die Aufgabe jedoch zu und wolle dazu beitragen, die Menschen im Dorf zusammenzuführen. Besonders wichtig sei ihr, Neubürger ebenso wie junge Menschen stärker in das Dorfleben einzubinden.
Hoffnung setzt Mundt dabei auch auf gemeinsame Veranstaltungen. So soll unter anderem das wiederbelebte Kinderfest am Sonnabend, 13. Juni, auf dem Schulhof stattfinden. 
Darüber hinaus wünscht sie sich Formate wie Open-Air-Kino oder Musikveranstaltungen am See, um die Dorfgemeinschaft weiter zu stärken.
Für Norbert Wienck, der auch sein Mandat in der Gemeindevertretung niederlegte, rückte Jens Haase als Gemeindevertreter nach. Er hat bisher als bürgerliches Mitglied im Finanzausschuss mitgearbeitet. 

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