Kellinghusen/Elmshorn (fs) – Starkes Unwetter führte gestern Abend (13. Juli) in Kellinghusen und Elmshorn zu mehr als 150 Einsätzen geführt. In Kellinghusen standen einige Straßen fast knietief unter Wasser, in Elmshorn mussten die Helfer zu einem Dachstuhlbrand vermeintlich nach einem Blitzeinschlag, ausrücken.
Außerdem hatten sich die Wassermassen in Elmshorn so stark in die Unterführungen gedrückt, sodass Autofahrer regelrecht überrascht wurden. Eine Streifenwagenbesatzung aus Elmshorn hatte die Wasserhöhe allerdings unterschätzt, als sie mit ihrem Einsatzfahrzeug hineinfuhren. Das Fahrzeug erlitt mutmaßlich einen Totalschaden und konnte erst in der Nacht geborgen werden.
Viel Sachschaden entstand auch aufgrund von großen Hagelkörnern die zwischen Elmshorn und Horst runter kamen. Ein Autofahrer hielt die Momente mit seinem Handy fest, konnte seinen Wagen aber nicht mehr rechtzeitig aus der Gefahrensituation bringen. Diverse Hagelkörner schlugen auf den Wagen auf.
Die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn konnte die Menge an Einsätze nicht mehr selbst bewerkstelligen und bekam Unterstützung aus Nachbarwehren und dem THW. Über längere Zeit hatte sich eine Gewitterzelle über Elmshorn entleert und für viele Überschwemmungen geführt. Nach Angabe der Leitstelle West sind in den Kreisen Steinburg und Pinneberg mehr als 150 unwetterbedingte Einsätze zu verzeichnen.