Lägerdorf (sn) – Die neu gestaltete Aussichtsplattform für Lägerdorf ist offiziell eingeweiht worden. Das Projekt ging aus einem Förderprogramm der AktivRegion Steinburg hervor. Bereits 2023 hatte die Gemeinde Mittel genutzt, um Rastplätze entlang der Fahrradwege zu schaffen. An der Heidestraße entstand damals eine Holzhütte mit Tisch-Bank-Kombination.
Doch die Freude währte nicht lange. „Sie stand dort eine Weile und wurde dann beschmiert und beschädigt“, berichtet Sascha Thielecke vom Amt Breitenburg. „Schließich wurde sie sogar in Brand gesetzt. Wir mussten Tische und Bänke entsorgen und die Hütte ganz entfernen.“
Die Gemeinde entschied sich daraufhin für einen kompletten Neubau. „Wir haben alles Alte weggeräumt und mit dem Geld von der Versicherung sowie der Unterstützung von Spendern und Sponsoren etwas ganz Neues, Stabileres beschafft.“
Über den Förderverein der Liliencronschule und einen Sparkassen-Wettbewerb kamen 4 200 Euro zusammen, weitere 3 000 Euro steuerte die Versicherung bei. Sparkasse, Volksbank und SH-Netz unterstützten das Projekt finanziell, die benachbarte Zementfirma Holcim lieferte Sachspenden. Insgesamt standen 22 000 Euro zur Verfügung. „Zusammen mit der Versicherungszahlung haben wir das kostenneutral hinbekommen“, freute sich Thielecke.
Auch die Schule beteiligte sich kreativ: Unter Anleitung von Kunstlehrerin Anna Olias bemalten Kinder die neue Hütte mit kleinen, bunten Figuren. „Den Entwurf haben wir auf Platten drucken lassen“, erklärt Thielecke. Entstanden ist ein feuerfester Fahrradunterstand mit einer robusten Tisch-Bank-Kombination aus Drahtgitterelementen „wie man sie vom Flughafen kennt“. Das neue Mobiliar sei nun deutlich widerstandsfähiger: „Das sollte dann nicht mehr brennen.“ Von der Bank aus lässt sich der Blick auf die Kreidegrube genießen.
Fertig war das Areal bereits vor zwei Monaten, doch wegen des Wetters wurde die offizielle Übergabe auf den Frühling verschoben.
Rund 30 Kinder der zweiten Klasse sowie weitere Gäste nahmen an der Einweihung mit Würstchen und Getränken teil. Sorgen bereitet der Gemeinde jedoch weiterhin Vandalismus. „Anscheinend haben wir Jugendliche im Ort, die es witzig finden, daran herumzuschmieren und die Gegenstände mit Graffity zu verzieren, die grausam aussehen“, sagt Thielecke. „Wir müssen das einmal die Woche reinigen, können es aber bisher niemandem
nachweisen.“
Bürgermeister Jürgen Tiedemann dankte bei der Übergabe allen Beteiligten, besonders den Kindern und ihrer Lehrerin. Die Gemeinde bemühe sich, Treffpunkte für Begegnungen zu schaffen: „Das stärkt den Zusammenhalt unter den Bürgern.“ Der zweite Stellvertreter Christian Droßard betonte: „Das Areal wird viel genutzt, und wir freuen uns, dass es nun wieder zur Verfügung steht.“