Itzehoe (fs) – Eine starke Rauchentwicklung in einer Niederspannungsschaltanlage hat am Samstagabend (13. Juni) einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Einsatzkräften im Industriegebiet an der Fraunhoferstraße in Itzehoe ausgelöst.
Um 18.43 Uhr ging bei der Kooperativen Regionalleitstelle West die Meldung über eine ausgelöste Brandmeldeanlage ein. Aufgrund des Gebäudeumfanges sowie der auf dem Gelände ansässigen Unternehmen, darunter das Fraunhofer Institut ISIT, Vishay und X-FAB wurde das Einsatzstichwort zunächst um 18.49 Uhr auf FEU Standard und kurze Zeit später auf FEU G erhöht. Dadurch wurden zusätzliche Einsatzkräfte alarmiert.
Nach ersten Erkenntnissen führte ein Kurzschluss in einer Niederspannungsschaltanlage zu einer erheblichen Rauchentwicklung. Zeitgleich kam es zu offenem Flammenschein sowie einem lauten Knall, der von Mitarbeitern wahrgenommen wurde. Die automatische Brandmeldeanlage reagierte umgehend und alarmierte die Einsatzkräfte.
Mehrere Trupps der Feuerwehr gingen unter Atemschutz zur Erkundung und Brandbekämpfung vor. Gleichzeitig wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen eingeleitet, um die betroffenen Bereiche vom Rauch zu befreien.
Die Evakuierung der Gebäude erfolgte nach dem bestehenden Räumungskonzept und verlief laut Einsatzleitung planmäßig. Rund 50 Mitarbeiter befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Gelände und konnten die Gebäude geordnet verlassen.
Gegen 19.24 Uhr konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Die betroffene Anlage war zu diesem Zeitpunkt spannungsfrei geschaltet, offenes Feuer wurde nicht mehr festgestellt. Die eingesetzten Kräfte und Mittel erwiesen sich als ausreichend.
Die internen, ausgebildeten Brandschutzhelfer übernahmen im Anschluss vorsorglich die Brandwache. Kurz vor 20 Uhr konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Itzehoe den Einsatz beenden und das Objekt an die Verantwortlichen des Unternehmens übergeben.
Im Einsatz waren rund 35 Kräfte der Feuerwehr Itzehoe sowie der Rettungsdienst, die Polizei und die Stadtwerke Itzehoe. Sönke Breiholz, Brandschutzbeauftragter der Firma Vishay, lobte das reibungslose Zusammenspiel zwischen den betrieblichen Sicherheitskräften und den externen Einsatzdiensten.
Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Ermittlungen zur genauen Ursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens dauern an.