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Ein Sommer für die Natur

Internationales Workcamp in Nordoe

14 Jugendliche aus der ganzen Welt unterstützen die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein für zwei Wochen mit ihrem händischen Arbeitseinsatz. © Clement Delacroix

Nordoe (anz) – Naturschutz verbindet Menschen – über Ländergrenzen hinweg. Vom 4. bis 18. Juli reisen 14 junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern in die Nordoer Heide bei Itzehoe. Sie setzen sich gemeinsam für den Erhalt einer der wertvollsten Heidelandschaften Schleswig-Holsteins ein. Nach sieben Jahren Pause findet dort erstmals wieder ein Internationales Workcamp der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein statt.

Möglich wird das Projekt durch die Unterstützung des Freundeskreises der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der das Workcamp mit 3.800 Euro fördert. Weitere Mittel stammen aus Privatspenden an die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

„Naturschutz lebt vom Mitmachen. Es ist etwas Besonderes, wenn junge Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern ihre Sommerferien nutzen, um sich gemeinsam für unsere Natur einzusetzen. Dieses Engagement verdient große Anerkennung“, sagt Sandra Redmann, Vorsitzende des Freundeskreises der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Die Teilnehmer zwischen 16 und 24 Jahren kommen unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und sogar aus Mexiko. Organisiert wird das Workcamp von den „Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten" (ijgd). Zwei Wochen lang helfen sie den Naturschutz-Experten der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein in der Nordoer Heide.

Dort übernehmen sie Aufgaben, die nur von Hand möglich sind: Sie entfernen junge Gehölze aus der Heide, pflegen wertvolle Offenlandbereiche und helfen dabei, Teiche und Tümpel für bedrohte Amphibien wie Knoblauch- und Kreuzkröte aufzuwerten. So leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines einzigartigen Lebensraums mit Binnendünen, Heideflächen und Trockenrasen. 

„Viele Pflegemaßnahmen lassen sich nicht mit Maschinen erledigen. Hier sind engagierte Hände gefragt. Gleichzeitig erleben die Teilnehmer Naturschutz ganz unmittelbar und lernen eine Landschaft kennen, die es so nur noch selten gibt“, sagt Nicole Wirth, zuständige Flächenmanagerin der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

Die Nordoer Heide gehört zu den ökologisch wertvollsten Offenlandschaften Schleswig-Holsteins. Robustrinder, Exmoorponys und Ziegen halten die Flächen offen. Ergänzt wird ihre Arbeit durch gezielte Handarbeit – genau hier setzt das Internationale Workcamp an.

Neben der praktischen Naturschutzarbeit steht vor allem der internationale Austausch in Mittelpunkt. Gemeinsam arbeiten, gemeinsam kochen, gemeinsam Natur erleben – so entstehen Freundschaften und ein gemeinsames Verständnis dafür, wie wichtig der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist. Bereits die ersten Workcamps in den Jahren 2018 und 2019 waren ein voller Erfolg. Nun kehrt das Projekt zurück – und mit ihm jungen Menschen, die zeigen, dass Naturschutz keine Grenzen kennt.

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