Bad Bramstedt (usp) – Auch in diesem Jahr brennt im Rathaus wieder das Friedenslicht, das sein Ziel über verschlungene Wege von Bethlehem über das österreichische Linz nach Bad Bramstedt gefunden hat. Seit über 15 Jahren sorgt die dreiköpfige Familie Schmuhl, die alle den Pfadfindern angehören, für die Abholung. Dieses Mal allerdings fuhr die 27-jährige Tochter Ann-Sophie erstmals ohne ihre Eltern Erwin und Sabine zur Friedenslicht-Aussegnungsfeier. Im Jahr 2009 hatte sie erstmals das Friedenslicht von Kiel nach Hamburg gebracht.
Gestartet wurde der Brauch, das Friedenslicht am Stern der Geburtsgrotte in Bethlehem zu entzünden, im Jahr 1986. Es soll daran erinnern, dass Frieden immer bei einem selbst beginnt: im eigenen Denken und Handeln, dem eigenen Tun und im Umgang miteinander. Außerdem steht es für die Zuversicht, dass selbst in einer oft unruhigen Welt Wärme und Mitgefühl und Verständigung leuchten können. Gerade in diesen besonders schwierigen Zeiten aufgrund des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern bekommt das Friedenslicht eine besondere, traurige Aktualität.
Die Verteilung durch Pfadfinderinnen und Pfadfinder in rund 30 Ländern Europas und darüber hinaus den USA, Südamerika und der Ukraine, soll die Geburt Christi verkünden. Aus Deutschland trafen sich rund 150 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Linz, insgesamt waren es rund 2.500. „Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, wenn alle dort vertretenen Nationen das Vater unser in ihrer Landessprache beten“, erinnert sich Erwin Schmuhl.
Wie immer auf eigene Kosten, brachte Ann-Sophie das Licht in einem besonders gesicherten Behälter per Bahn nach Bad Bramstedt und übergab es im Schloss an Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt und Bürgermeister Felix Carl. Damit auch Bad Bramstedter Bürger sich an diesem Friedenslicht bedienen und sich daran eine Kerze anzünden können, ist es noch bis kommenden Dienstag während der laufenden Geschäftszeiten im Foyer des Rathauses zugänglich.
Aufgrund der brisanten politischen Lage in und um Israel wurde das Licht nur einer Handvoll Personal der Austrian Airlines am Flughafen Tel Aviv übergeben, die dann umgehend den Rückflug antraten.
Das Friedenslicht ist da!
An dem von Ann-Sophie Schmuhl aus Linz (li.) abgeholten Friedenslicht entzündeten Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt und Bürgermeister Felix Carl das Friedenslicht für Bad Bramstedt, an dem die Bürgerinnen und Bürger im Rathaus ihre eigenen Kerzen entzünden können. Fotos: Straehler-Pohl
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