Bad Bramstedt (anz) - Im Neubaugebiet Bimöhler Straße soll die einzige neu zu benennende Straße den Namen von Margot Friedländer erhalten. Diesem Vorschlag stimmten zehn der elf Mitglieder des Bauausschusses zu. Im Sommer vergangenen Jahres brachte Hans Bilger von der SPD Bad Bramstedt diesen Namensvorschlag in die Diskussion ein.
„Was hat Margot Friedländer mit Bad Bramstedt zu tun?,“ fragte er damals und begründete den Vorschlag „Alles! Und: Nichts! Das „Nichts“ bezieht sich darauf, dass sie in Bad Bramstedt nie persönlich gewirkt hat. Das aber war auch gar nicht notwendig, denn ihr Name steht für etwas völlig anderes. Er steht für die Botschaft: Seid Menschen. Wir sind alle gleich! und diese Botschaft ist universell. Deshalb hat Margot Friedländer „Alles!“ mit Bad Bramstedt zu tun.“
Wer sich als Stadt zur „Weltoffenheit und Toleranz“ bekennt, sollte und darf auch Zeichen setzen. Margot Friedländer stehe über der Parteipolitik. Sie war zutiefst dem Menschsein verbunden, habe das gelebt und sei eine der größten Versöhnerinnen der Nachkriegszeit, die immer wieder auf die Gefahren von totalitärer Herrschaft hingewiesen hat. Sie war eine Mahnerin, eine der moralischen Institutionen unserer Zeit.
Namensgebungen für Straßen und Schulen sollen nach Ansicht der SPD auch immer eine Botschaft enthalten. Hier sei die Botschaft klar, und welche besseren Werte als die von Margot Friedländer gelebten könne man Kindern vermitteln?
Dass der Ausschuss diesem Vorschlag jetzt fast einstimmig gefolgt ist, freut die Bad Bramstedter SPD sehr.
Bad Bramstedt ehrt Margot Friedländer
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