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SICHERHEIT UND FRIEDEN – MILITÄRISCH UND ZIVIL

SPD setzt auf Dialog statt Alarmismus

Foto: SPD Neumünster

Neumünster (pm) - Rund 80 Gäste füllten das Volkshaus Tungendorf bis auf den letzten Platz. Das Interesse an Fragen von Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und Zivilschutz wächst spürbar – ebenso der Gesprächsbedarf. Ratsherr Dr. Johannes Kandzora, Ortsvereinsvorsitzender aus Gadeland, und Frank Matthiesen, Vorsitzender der SPD-Rathausfraktion, freuten sich über die große Resonanz. Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Generalleutnant a. D. Stephan Thomas, der auf 46 Jahre im Dienst der Bundeswehr zurückblickt. 

Drei Themenblöcke – differenziert und offen diskutiert
Wehrpflicht und Freiwilligendienst


Im ersten Block beleuchtete der Referent die vorübergehend ausgesetzte Wehrpflicht. Er stellte Pro- und Contra-Argumente gegenüber, ordnete den aktuellen Sachstand ein und
erläuterte das von der Bundesregierung angestrebte Verfahren. Besonders lebhaft diskutierten junge Zuhörer – darunter Schüler und Studenten – ihre teils kritischen Perspektiven. Auch die Frage eines möglichen allgemeinen Freiwilligendienstes für junge Frauen und Männer stand intensiv zur Debatte.
 

Moderne Kriegsführung und Drohnentechnologie
Im zweiten Themenblock analysierte der Referent Drohnen als Instrument moderner Kriegsführung. Er zeigte technische Möglichkeiten und Grenzen unbemannter Systeme auf
und beschrieb realistische Bedrohungsszenarien im Kontext hybrider Kriegsführung – etwa durch Ausspähen oder Angriffe auf sensible Infrastruktur. Zudem erläuterte er die aktuellen Schritte zur Ausstattung der Bundeswehr mit entsprechenden Systemen.

 

Zivilschutz und persönliche Vorsorge
Im dritten Teil rückte der Zivilschutz in den Mittelpunkt. Der Referent machte deutlich, welche konkreten Vorsorgemaßnahmen Bürgerinnen und Bürger sinnvoll treffen können,
um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben, und benannte zugleich klar die Grenzen staatlicher und individueller Vorsorge.


Sachliche Debatte ohne Alarmismus
Die Diskussion verlief sachlich, respektvoll und ohne alarmistische Zuspitzungen. Frank Matthiesen ergänzte die militärischen Perspektiven durch Einordnungen aus seinem
beruflichen, nichtmilitärischen Kontext. „Mit Blick auf politische Kräfte am rechten Rand, die sicherheitspolitische Herausforderungen gezielt instrumentalisieren und gesellschaftliche Spaltung betreiben, ist für uns klar: Demokratische Kräfte müssen geschlossen auftreten. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Der Abend im Volkshaus war dafür ein starkes und ermutigendes Beispiel“, betonte Frank Matthiesen. „Wir haben eine außergewöhnlich wertschätzende und faire Diskussion erlebt – mit
einem breiten Meinungsbild, ohne einzelne Positionen zu relativieren“, erklärte Dr. Johannes Kandzora.
 

Sicherheit gehört in die Mitte der Gesellschaft
„Sicherheit ist kein Randthema, sondern Kern staatlicher Verantwortung. Gerade auch auf kommunaler Ebene müssen wir Verantwortung übernehmen und diese Debatte
bewusst in unsere Stadtgesellschaft tragen“, erklärte der Tungendorfer Ratsherr Gerrit Köhler. Angesichts des großen Zuspruchs kündigte Köhler an, die Debatte konsequent fortzuführen. Bereits jetzt bereitet das Organisationsteam eine Folgeveranstaltung vor, die das Thema Sicherheit mit konkretem Bezug zu Neumünster weiter vertiefen soll. Erste angefragte Expertinnen und Experten haben ihre Mitwirkung bereits zugesagt. Das Mehrgenerationenhaus Volkshaus Tungendorf erweist sich erneut als idealer
Veranstaltungsort für ganz Neumünster. Hier lebt die Idee eines Mehrgenerationenhauses – als Ort der Begegnung, des Austauschs und des gesellschaftlichen Zusammenhalts –
sichtbar und überzeugend für Jung und Alt.
 

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