Moin Jobfinder

Einigung verhindert weiteren Schaden

33.333 Euro Miete für leere Bücherei bleiben erklärungsbedürftig

Foto: Prima Wochenende

Die SPD-Rathausfraktion begrüßt, dass sich die Stadt Neumünster mit dem Vermieter des bisherigen Büchereigebäudes an der Wasbeker Straße auf einen Auflösungsvertrag verständigen konnte. Damit wird verhindert, dass die Stadt bis zum regulären Vertragsende Ende 2028 weiterhin Mietzahlungen für ein Gebäude leisten muss, das künftig nicht mehr genutzt wird.
Nach Angaben der Verwaltung konnte durch die Verhandlungen eine finanzielle Entlastung im hohen sechsstelligen Bereich erreicht werden. Ratsherr Gerrit Köhler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Tourismus, ordnet das Ergebnis ein: „Richtig ist: Die jetzt erzielte Einigung verhindert weiteren finanziellen Schaden für unsere Stadt. Dass Neumünster keine hohe sechsstellige Summe für ein künftig nicht mehr genutztes Gebäude zahlen muss, ist jedoch keine außergewöhnliche Leistung, sondern schlicht das, was die Bürgerinnen und Bürger zu Recht erwarten dürfen.“
Aus Sicht der SPD-Rathausfraktion darf diese Einigung jedoch nicht vom eigentlichen Problem ablenken. Seit Februar 2026 zahlt die Stadt Neumünster monatlich 33.333 Euro Miete für die neuen Räumlichkeiten am Großflecken, obwohl diese bislang noch gar nicht genutzt werden können. Hintergrund sind Verzögerungen bei der Herrichtung der neuen Büchereiräume. Die SPD sieht im Umgang mit dem Mietvertrag am Großflecken weiterhin erheblichen politischen
Klärungsbedarf. Thorsten Klimm, Kreisvorsitzender der SPD Neumünster, betont:
„Der eigentliche politische Skandal liegt darin, dass die Stadt schon jetzt 33.333 Euro im Monat für ein Gebäude zahlt, das noch gar nicht genutzt werden kann. Für diese Situation trägt die Verwaltungsspitze die politische Verantwortung.“ Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage der Stadt ergänzt Frank Matthiesen, Fraktionsvorsitzender der
SPD-Rathausfraktion: „Die Selbstverwaltung muss sich regelmäßig mit der Streichung von Haushaltsmitteln beschäftigen, um dem millionenschweren Haushaltsdefizit unserer Stadt Rechnung zu tragen. Diese schmerzhaften Kürzungen sowie notwendige Mehrbelastungen, die viele Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner unmittelbar spüren, wirken mit Blick auf die monatlichen Mietzahlungen für noch lange nicht nutzbare Räumlichkeiten besonders paradox. Die Reaktionen vieler Bürgerinnen und Bürger sprechen für sich – und sie sind absolut nachvollziehbar.“

zu den aktuellen Ausgaben

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.

aktuelle Beilagen

Familien-Anzeige Online aufgeben

... hier klicken

Veranstaltungen

Beim aktivieren des Elements werden Daten an Facebook übertragen.