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Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

So werden ausgediente Tannen in Neumünster nachhaltig verwertet

Mehrere Kompost-Mieten auf dem Wertstoffhof. Foto: swn

Neumünster (swn) - Nach den Feiertagen endet für viele Weihnachtsbäume ihre Zeit im Wohnzimmer. Doch was passiert anschließend mit den Tannen? Die Entsorgung der Weihnachtsbäume ist in der Stadt klar organisiert und Teil eines durchdachten, nachhaltigen Kreislaufs.

In Neumünster stehen den Bürgerinnen und Bürgern jedes Jahr vom 6. Januar bis zum 1. Februar zahlreiche öffentliche Sammelstellen für Weihnachtsbäume zur Verfügung. Das Ablegen der Bäume an diesen Sammelstellen ist kostenlos. Unabhängig von diesem Zeitraum nimmt das SWN-Wertstoffzentrum Weihnachtsbäume ganzjährig an. Bei Privatanlieferungen werden die Bäume dabei als Gartenabfälle abgerechnet.

Die an den Sammelstellen abgelegten Tannen werden vom TBZ eingesammelt und zum SWN-Wertstoffzentrum gebracht. Insgesamt stammen die Weihnachtsbäume aus dem gesamten Stadtgebiet Neumünster. Die Mengen sind beachtlich: Allein im vergangenen Jahr wurden rund 65,25 Tonnen Weihnachtsbäume vom TBZ angeliefert, wobei Privatanlieferungen in dieser Zahl noch nicht enthalten sind. Insgesamt ist jedoch ein leichter Rückgang der Mengen im Vergleich zu den Vorjahren zu beobachten.

„Es ist sehr wichtig, dass die Weihnachtsbäume vollständig von Schmuck, Lametta und Draht befreit abgegeben werden. Bleiben Fremdstoffe am Baum, müssen unsere Mitarbeitenden diese mühsam von Hand entfernen. Das bedeutet einen zusätzlichen Zeit- und Arbeitsaufwand, der sich mit wenig Aufwand leicht vermeiden lässt“, betont Bernd Nielsen, Leitung Kompostierung MBA.

Nach der Anlieferung werden die Weihnachtsbäume gemeinsam mit anderem Grünschnitt zunächst zerkleinert und anschließend in sogenannten Kompostmieten gelagert. Während des gesamten Kompostierungsprozesses überwacht und reguliert das Team vor Ort kontinuierlich Feuchtigkeit und Temperatur. In regelmäßigen Abständen setzt es die Komposthaufen um und durchmischt sie, sodass mehrere Mieten in unterschiedlichen Verrottungsstadien parallel entstehen. Nach etwa zwölf Wochen ist aus dem ursprünglichen Material feiner Fertigkompost geworden.

„Im nächsten Schritt wird dieser gesiebt. Die groben Bestandteile werden abgeholt und in einem externen Biomasse-Heizkraftwerk genutzt, um Bio-Energie zu erzeugen. Der feine Anteil hingegen ist nun ein hochwertiger, vollständig natürlicher Kompost, der höchste Qualitätsanforderungen erfüllt“, berichtet Nielsen.

Dieser Kompost wird anschließend direkt auf dem Wertstoffzentrum in Neumünster verkauft – sowohl an Landwirte als auch an Privatpersonen.

Nielsen erklärt weiter: „Die Weihnachtsbäume aus Neumünster werden nicht einfach entsorgt, sondern sinnvoll weiterverwertet. Sie sind Teil eines nachhaltigen Kreislaufs, der Abfall reduziert, erneuerbare Energie erzeugt und wertvollen Kompost für Landwirtschaft und Gärten liefert.“

 

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