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Die Gespinstmotte geht um

Umweltschutzamt gibt Entwarnung

© pixabay

Hohenlockstedt/Kellinghusen (anz) – Vermehrt haben sich in den letzten Tagen im Steinburger Amt für Umweltschutz und in der Kellinghusener Amtsverwaltung besorgte Spaziergänger gemeldet. Ihr Hinweis: In Hohenlockstedt und in Kellinghusen fressen Raupen in großen Gespinsten die Bäume kahl. Könnte das der Eichenprozessionsspinner sein?

Das Umweltschutzamt gibt Entwarnung: Bei den gefundenen Raupen handelt es sich um die für den Menschen völlig harmlose Gespinstmotte (in diesem Fall die Traubenkirschen-Gespinstmotte) und nicht um den starke Hautreizungen verursachenden Eichenprozessionsspinner.

Gespinstmotten sind Nachtfalter mit weißlichen Vorderflügeln, die dunkle Punkte aufweisen. Die  Flügelspannweite kann bis zu 25 mm betragen. Unter dem Witterungseinfluss der vergangenen Wochen sind aus den Eiern der Gespinstmotte Larven geschlüpft, die nun gefräßig über die jungen Triebe ihrer Wirtspflanzen herfallen. Ende Mai bis Anfang Juni verpuppen sich die Raupen in dichten Gespinsten und fliegen ab Juli dann aus.

In Mitteleuropa gibt es 74 verschiedene Gespinstmottenarten, die jeweils auf eine Wirtspflanze spezialisiert sind. Im Kreis Steinburg sind neben den Traubenkirschen besonders Weiden, Pfaffenhütchen, Weißdorn und Schlehen befallen und teilweise völlig kahl gefressen. Ab Juni ist der Spuk dann vorbei und die Gehölze treiben mit Johanni erneut aus.

Im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinnern, deren giftige Brennhärchen beim Einatmen heftige Reaktionen – von Atemnot bis zum allergischen Schock – auslösen können, besitzen Gespinstmotten keine Brennhärchen und sind deshalb für Menschen ungefährlich.

Momentan hat der Eichenprozessionsspinner, der im übrigen ausschließlich an großen Bäumen, meist Eichen, lebt, erst die südlichen Landesteile Schleswig-Holsteins erreicht, Kreis Steinburg hat – vorerst
– noch Ruhe.

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