Nachhaltige Beschaffung bei der Stadtverwaltung

Ökologisch und sozial gerecht

Quelle: Stadt Neumünster

Neumünster (pm) - Die Stadt Neumünster legt Wert auf eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die neue Richtlinie zu nachhaltiger Beschaffung  trägt dazu bei, das Verwaltungshandeln zukünftig ökologisch und sozial gerechter zu machen.

Die Richtlinie dient als Orientierungshilfe zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien für alle mit Vergaben und Beschaffungen befassten Stellen innerhalb der Stadtverwaltung und ergänzt damit die bisherigen Rechtsgrundlagen. Sie wurde im Jahr 2019 infolge des politischen Auftrags durch den Beschluss der Ratsversammlung am 2. April 2019 von den mit Vergaben, Beschaffungen, Klimaschutz und Nachhaltigkeitsthemen befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt erarbeitet.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit lassen sich gut miteinander kombinieren. Optimale Produkte und Leistungen sollen mit dem geringstmöglichen Mitteleinsatz beschafft oder vergeben werden. Dies lässt sich dadurch realisieren, dass bei der Auswahl auf Produkteigenschaften wie Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit, Aufrüstbarkeit oder Verwertbarkeit geachtet wird. Das Handeln nach diesen Grundsätzen ist nicht nur umweltgerecht, sondern kann langfristig auch Kosteneinsparungen bedeuten. Durch Arbeits- und Gesundheitsschutz, menschenwürdige Produktionsbedingungen, fairen Handel oder die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen können Lebens- und Arbeitsbedingungen hier und an anderen Orten der Welt verbessert werden.

Die Richtlinie findet ab sofort Anwendung und kann im Internet auf der Homepage der Stadt Neumünster unter www.neumuenster.de aufgerufen werden. Sie wird zumindest jährlich oder nach Bedarf durch die entsprechende Arbeitsgruppe aktualisiert.

Schätzungen zufolge beträgt der Wert von Waren und Dienstleistungen, die in Deutschland öffentlich beschafft werden jährlich etwa 350 Milliarden Euro. Dies bietet weitreichende Möglichkeiten für die öffentliche Hand, als Vorbild für nachhaltiges Wirtschaften zu fungieren und wichtige Anreize für eine Berücksichtigung von Sozial- und Umweltstandards in globalen Lieferketten zu setzen.

Darüber hinaus wurde die Richtlinie als Beispiel guter Praxis in den „Kompass Nachhaltigkeit“ aufgenommen. Dieses Internetportal des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) informiert und unterstützt Beschafferinnen und Beschaffer aller Verwaltungsebenen, soziale und ökologische Belange im öffentlichen Einkauf stärker zu berücksichtigen.


Kontakt:

Integrierte Stadtentwicklungsplanung/Koordinatorin Fairtrade-Stadt
Stadt Neumünster, Uta Rautenstrauch
Tel.: 04321 942-2644, E-Mail: uta.rautenstrauch@neumuenster.de

Klimaschutzmanagement
Stadt Neumünster, Julia Schirrmacher
Tel.: 04321 942-2125, E-Mail: julia.schirrmacher@neumuenster.de

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