Internationaler Flaggentag

„Mayors for Peace“

Foto: Stadt Neumünster

Neumünster (pm) - Vom 8. Juli an weht vor dem Rathaus erstmalig die Flagge des internationalen Städtebündnisses „Mayors for Peace“. Die „Bürgermeister für Frieden“ setzen sich seit 1982 für die weltweite atomare Abrüstung ein. Aufgerufen hatte dazu der Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima, auf die am 6. August 1945 die erste amerikanische Atombombe abgeworfen wurde.

In Deutschland gehören 600 der weltweit 7500 Gemeinden dieser „kommunalen Friedensbewegung“ an. In Schleswig-Holstein ist Neumünster nun die 14. Stadt, die sich zur atomaren Abrüstung bekennt. Auf Initiative des Friedensforums beantragte die SPD am 18. Juni 2019 den Beitritt und konnte eine deutliche Mehrheit der Ratsversammlung dafür gewinnen, dass Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger die Initiative für die Stadt Neumünster vertreten wird.

Nun werden in Neumünster die ersten Veranstaltungen stattfinden, mit denen gezeigt werden kann, dass von Atomwaffen und einer erneuten atomaren Aufrüstung nichts Positives zu erwarten ist. „Denn die Welt steht derzeit erneut an einem Scheideweg: Angesichts des Auslaufens des INF-Vertrages und anderer Verträge zur Beschränkung von Atomwaffen müssen wir uns entscheiden: Akzeptieren wir eine neue atomare Aufrüstungsspirale oder setzen wir uns für eine Ächtung und damit ein weltweites Verbot von Atomwaffen ein, wie es bereits 121 Staaten in der UNO verlangen?“, fragt Dr. Christof Ostheimer vom Friedensforum.

Am internationalen „Hiroshima-Gedenktag“ (06. August, 17:15 Uhr) können alle Menschen, die sich für die Ächtung von Atomwaffen einsetzen wollen, gemeinsam mit der Stadtpräsidentin, Mitgliedern der Rathausfraktionen und des Friedensforums selbstgebastelte Lotosblüten über den Neumünsteraner Teich schwimmen lassen und mit diesem japanischen Ritual der Menschen gedenken, die durch die Atombomben zu Tode gekommen sind oder an den Folgen des Abwurfs zu leiden hatten und haben.

Informieren können sich interessierte Menschen am Mittwoch, 28. August 2019, 16:00 Uhr, wenn die 2. Vorsitzende der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW), die Hamburger Ärztin Dr. Inga Blum, im Friedrich-Ebert-Krankenhaus zum Thema „Was, wenn der Atomkrieg ausbricht? Und warum wir das verhindern müssen.“ sprechen wird.  Bereits am frühen Morgen wird die engagierte Ärztin in der Elly-Heuss-Knapp-Schule mit ihrem Vortrag den Thementag „Krieg & Frieden“ eröffnen und mit den Schülerinnen und Schülern einen interaktiven Workshop zu diesem Thema durchführen. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras (CDU) wird zur Abschlussdiskussion in die Schule kommen und
auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Volker Andresen, hat seine Teilnahme zugesagt.

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