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Im Notfall 112 anrufen

AOK zum Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai: Bei Schlaganfall sofort in die Klinik

In Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr weniger Menschen mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Foto: AOK/Colourbox/hfr.

Neumünster (pm) - Ein Schlaganfall ist ein Notfall und kann weitreichende Folgen haben. Deshalb muss er schnell bemerkt und behandelt werden. Das Absetzen des Notrufs ist die wichtigste Sofort-Maßnahme. Darauf weist die AOK NordWest anlässlich des bundesweiten Tages gegen den Schlagfall am 10. Mai hin. Das nicht ohne Grund: In Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr die Notfallbehandlungen im Krankenhaus wegen eines Schlaganfalls weiter zurückgegangen. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach wurden in 2023 insgesamt 3.024 AOK-Versicherte in Kliniken stationär mit einem Schlaganfall aufgenommen. Das sind 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr (3.134) und sogar 20,2 Prozent weniger (3.789) als vor der Pandemie im Jahr 2019. „Das gibt Anlass zur Sorge. Daher appellieren wir an die Bevölkerung, bei Notfallsymptomen nicht zu zögern und den Notruf 112 zu wählen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Stefan Kölpin.

Im Notfall schnell handeln
Der Schlaganfall ist ebenso wie der Herzinfarkt ein medizinischer Notfall. Dabei zählt jede Minute. Daher ist schnelles und konsequentes Handeln wichtig. „Die Warnsignale sollten ernst genommen und sofort der Notruf unter 112 getätigt werden“, so Kölpin. Dabei sind Name und Adresse sowie ergänzende Hinweise zum möglichst schnellen Auffinden des Patienten anzugeben. Die Symptome sollten möglichst genau geschildert werden.

Symptome beim Schlaganfall
Mögliche Symptome können plötzlich auftretendes Schwäche- oder Taubheitsgefühl bis hin zu Lähmungserscheinungen einer Körperseite sein. Warnzeichen sind außerdem eine unverständliche, gestörte Sprache, plötzliche Sehstörungen, Schwindelgefühle oder Gleichgewichtsstörungen mit Übelkeit und Erbrechen sowie in Kombination plötzlich auftretende, bisher so nicht gekannte Kopfschmerzen.

Risikofaktoren reduzieren
Bei den meisten Patienten ist eine plötzliche Durchblutungsstörung oder Mangeldurchblutung in einem Gehirnabschnitt die Ursache für einen Schlaganfall. Dies wird allgemein als Hirninfarkt bezeichnet. In der Mehrzahl der Fälle ist eine Verkalkung, eine so genannte Arteriosklerose, der hirnversorgenden Blutgefäße dafür verantwortlich. Die Entstehung der Arteriosklerose wird durch eine ganze Reihe von Risikofaktoren beeinflusst, wie etwa Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Bewegungsmangel oder Stress. „Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, Risikofaktoren zu reduzieren“; so Kölpin. Dabei helfen die zahlreichen Gesundheitskurse der AOK NordWest in der Gruppe oder auch die Online-Angebote ganz flexibel zu Hause.

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