Affentheater im Tierpark Neumünster

Streitigkeiten vorprogamiert

Der 2017 im Zoo Apenheul geborene jungge Berberaffen Mann „SIRWA“, soll zukünftig wieder für Affennachwuchs in Neumünster sorgen. Der momentane, fast 20 Jahre alte Pascha „TARZAN“ ist nicht zuchtfähig, für ihn ist der noch recht junge „SIRWA“ jedoch aktuell keine Konkurrenz. Aus diesem Grund wurde ein recht junger männlicher Berberaffe für die neue Zuchtgruppe ausgewählt. Bei der Zusammenstellung neuer Berberaffen-Gruppen muss man viele Faktoren beachten und fachlich wohl überlegt den Zusammengewöhnungsprozess begleiten. Foto: Verena Kaspari

Neumünster (pm) - Seit dem 6. Januar ist die sonst begehbare Berberaffen-Anlage im Tierpark Neumünster für die Besucher vorerst geschlossen. Grund dafür ist die Zusammengewöhnung der bestehenden sechs-köpfigen Berberaffengruppe mit vier neuen Affen. Bereits im letzten Jahr kamen ein zwei-jähriger männlicher Berberaffe aus dem Zoo Apenheul in den Niederlanden und drei weibliche Affen, eine sechs und zwei davon fünf-jährig aus dem slowenischen Zoo Košice nach Neumünster.
Die bestehende Berberaffengruppe ist aktuell nicht zuchtfähig, das erst seit zwei Jahren aktive Berberaffen-Zuchtprogramm hat daher, gemeinsam mit der Tierpark Direktion beschlossen, eine neue zuchtfähige Berberaffen-Gruppe zur bestehenden Gruppe dazu zu gewöhnen. Kein leichtes Unterfangen.
„Da Berberaffen ein sehr striktes Sozialgefüge haben und zudem äußerst territorial sind, rechnen wir während des Eingewöhnungsprozesses mit Tierart typischen Streitigkeiten.“, erklärt Tierpark Chefin Verena Kaspari. „Die Berberaffen saßen nun einige Zeit in getrennten Anlagen nebeneinander, nun ist jedoch die Zeit gekommen, die zwei Gruppen zusammen zu lassen. Die Tiere müssen das während der ersten Zeit unter sich ausmachen und eine neue Rangordnung festlegen, das ist ein ganz natürlicher Prozess und daher haben wir vorsorglich die Anlage für unsere Besucher, auf unbegrenzte Zeit geschlossen.“, so Kaspari weiter. Darüber wie lange genau die, bei den Besuchern sehr beliebte Anlage geschlossen sein wird, konnte der Tierpark bis dato noch keine Aussage treffen. „Das kommt ganz auf das Verhalten der Tiere und deren
Gruppendynamik drauf an.“ erläuter Zootierarzt Jannis Göttling die momentane Situation. „Am Verhalten der Berberaffen selbst werden wird fest machen, wie lange genau die Anlage für Besucher unzugänglich bleiben wird. Erst wenn sich das Tierpark-Team ganz sicher sein kann, dass es keine weiteren Rangordnungsstreitigkeiten zwischen den einzelnen Individuen mehr geben wird, werden wir die Anlage für Besucher wieder frei gegeben.“ so Göttling weiter.
Die Berberaffen können natürlich weiterhin wie gewohnt von der Besucherterrasse des Affenhauses
aus beobachtet werden.

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