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100 Prozent Genauigkeit:

Angehende Tischler präsentieren ihre Möbel

Sie freuen sich über die Ausstellung von Möbel-Unikaten: der angehende Tischlergeselle Andre Neumann, Obermeister Joachim Schlüter und Nortex-Geschäftsführerin Ingrid Först. Foto: Szymura

Neumünster (pm) - Die Nachfrage nach Qualitäts-Möbeln „made in Germany“ steigt auch im Tischler-
handwerk. Noch bis zum 25. Mai sind Gesellenstücke der Tischler-Innung Neumünster
im Modehaus Nortex ausgestellt.


„Handgefertigte Möbel sind langlebig, mängelkontrolliert und haben Qualität. Als Tischler musst du zu 100 Prozent genau arbeiten.“ Andre Neumann weiß das, weil er nach drei Jahren Lehrzeit kurz vor dem Abschluss zur Gesellenprüfung steht und zurzeit sein Werkstück im Nortex Mode-Center am Grünen Weg präsentiert. Der 20-Jährige hat bei der Tischlerei Schlüter in Boostedt gelernt und kann Kommoden mit Schubladen bauen, wo nichts abfällt beim Herausziehen und Holzwände zusammensetzen, die nicht klappern. „Handgefertigte Möbel liefern eine Qualität, die bei Industrieware nicht vorgeschrieben ist. Zum Beispiel müssen Schrankrückwände aus der Möbeltischlerei mindestens eine Stärke von acht Millimetern aufweisen, industriell hergestellte Rückwände weniger“, erklärte Joachim Schlüter, Obermeister der Tischler-Innung Neumünster und Inhaber des Boostedter Ausbildungsbetriebs. Er hat auch festgestellt, dass Kunden zunehmend bei Bauteilen Wert auf „made in Germany“ legen, weil sie Qualität und geringe Schadstoffbelastung verlangen.


Super Zukunft für junge Tischler
Joachim Schlüter attestierte den angehenden Absolventen dieses Jahrgangs „eine besonders hohe Qualität“. Das dürfte für die künftigen Gesellen als auch für die anstellenden Betriebe eine win-win-Situation sein, denn der Tischlermeister stellte fest: „Die Auftragslage ist gut, Arbeit ist genug da. Es fehlen aber nach wie vor Fachkräfte, was den Jungtischlern beruflich eine super Zukunft verspricht.“
Dass das Tischler-Handwerk sich großer Beliebtheit bei jungen Schulabsolventen erfreut, zeigen die besetzten Lehrstellen in der Innung Neumünster. „Wir haben keine freien Plätze und auch immer Frauen in der Ausbildung“, so Joachim Schlüter. „Als Handwerker bekommt man Beachtung und Respekt“, hat der Lehrling André Neumann erfahren. Ihm war in der siebten Klasse bereits klar, dass er Tischler werden möchte, der Boostedter beschrieb: „Ich kann beim Möbelbau meinen Ideen in Gestaltung und Konstruktion freien Lauf lassen. Außerdem lernt man enorm viel, etwa über die computergestützte CNC-Technik.“


Unikate statt Massenware
Von den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Werkstoff Holz können sich Interessierte noch bis zum 25. Mai bei Nortex beeindrucken lassen. Insgesamt umfasst die Ausstellung im Eingangsbereich 18 unterschiedliche Holzmöbel. Vom eleganten Schreibtisch in knalligem Grün über klassische Kommoden bis zur raumteilenden Bar und sogar einen extravaganten Schrank, der an einen Sarg erinnert – jedes Stück ist ein Unikat, innerhalb einer Frist von drei Wochen von den Lehrlingen selbst konstruiert und umgesetzt. „Im Trend liegen dunkle Hölzer wie Palisander, und auch das Hartholz Eiche ist nach wie vor beliebt.
Zudem wird der Retro-Stil der 1960er und 1970er Jahre in einigen Elementen gerne genommen“, beschrieb der Obermeister.
Bereits im 19. Jahr kooperiert das Nortex Mode-Center mit der Tischler-Innung Neumünster und stellt die Gesellenstücke aus, Geschäftsführerin Ingrid Först: „Es ist uns immer wieder eine Freude, wundervoll gearbeitete Stücke mit Qualität auszustellen. Auch unsere Kunden schätzen die Möbel und betrachten sie gerne.“

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