Nach vier Jahren

Holsten-Galerie zieht positive Bilanz

Foto: Prima Wochenende

Neumünster (pm) - Vier Jahre ist es her, dass die Holsten-Galerie Mitte Oktober 2015 die Pforten zum ersten Mal für die Besucher öffnete. Seitdem hat sich viel getan: Die Galerie ist stets in Bewegung. Und nicht nur die Galerie – der gesamte Einzelhandelsmarkt ist in Bewegung. Es ist Zeit für eine Zwischenbilanz. Wie hat sich die Holsten-Galerie entwickelt, wie steht es um den Erfolg des neuen Innenstadtcenters in Neumünster und wie ist die Prognose für die Zukunft? Die Fragen stellen sich die Neumünsteraner und auch der Center Betreiber hat diese Fragen stets im Blick. Die Holsten-Galerie hat sich in den letzten vier Jahren sehr gut entwickelt und tut dies nach wie vor. Auch nach vier Jahren sehen wir für diesen Standort noch Potential; die messbaren Kennzahlen entwickeln sich weiterhin positiv. Ein Ende dieses Trends sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu sehen. ·    Besucherfrequenz, vor Eröffnung auf ca. 17.000 Personen geschätzt, liegt aktuell bei rund 19.000 Besuchern/ Tag; Frequenzzuwachs von rund 16% seit Eröffnung·    Der Umsatz hat sich im Querschnitt über alle Mieter seit 2016 um stolze 14% gesteigert. Ein Wert, der in der heutigen Einzelhandelswelt nicht üblich und somit sehr erfreulich ist. ·    Steigerung der Parkhauseinfahrten um 12% ·    Steigerung des Umsatzes des hauseigenen Gutscheinverkaufs um über 20%Diese positiven Zahlen sind kein Selbstläufer. Schließlich ist die Vermietung im stationären Handel heute deutlich herausfordernder als noch vor einigen Jahren – dies ist jedoch nicht auf den Standort Neumünster zurückzuführen. Ein wesentlicher Grund dafür ist das enorme Wachstum im Online-Handel. Doch die Zeit des reinen Online-Handels geht für reine Online-Händler zu Ende. Die Kunden möchten kanalübergreifend einkaufen. Hier ist die ECE mit ihrer Digital Mall und ihrer Kooperation mit der Otto Group absolut führend. Voraussichtlich 2020 wird auch die Holsten-Galerie eine Digital Mall. „Dennoch stellt der Onlinehandel gerade auch viele große Textilunternehmen vor existenzielle Probleme (u.a. Gerry Weber). Und auch die Holsten-Galerie war in diesem Jahr von Insolvenzen betroffen. Immer wieder gibt es Mieter, die den deutschen Markt verlassen, sich aufgrund fehlender Nachfolger oder aufgrund nicht mehr zeitgemäßer Konzepte zurückziehen (müssen). „Dies spiegelt sich dann im Mieterbesatz der Innenstädte und Shoppingcenter wider“, so  Mailin Huljus, Center Managerin der Holsten-Galerie.„Handel ist Wandel“ heißt es ja immer so schön, heute mehr denn je“, so Huljus. „Doch wo Lücken entstehen, haben wir die Chance, diese mit neuen, modernen und nachfrageorientierten Konzepten zu schließen und so immer wieder neue Vielfalt zu bieten.“So wird am 19. September Nanu Nana in der Galerie eröffnen. Ein Mieter, der seit seinem Entschluss, seinen ehemaligen Standort am Großflecken in Neumünster zum Jahresende 2018 zu verlassen, schmerzlich vermisst wurde. „Wir freuen uns, dass der Mieter sich für den Neuanfang in unserem Center entschieden hat und dass somit das Sortimentsangebot der Hartwaren wieder erweitert werden kann“, so Huljus. An dieser Stelle sei betont, dass mit der Eröffnung der Holsten-Galerie zahlreiche neue Konzepte in die Schwalestadt geholt wurden und die Attraktivität als Einzelhandelsstandort deutlich gesteigert haben. Auch die seit einigen Monaten freistehende Fläche am Haupteingang Gänsemarkt wurde wieder vermietet. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Es ist eine unserer Premiumflächen, ein Sahnestück. Voraussichtlich noch in diesem Jahr eröffnen wird an dieser Stelle das tolle, junge Konzept „Frittenwerk“ aus Düsseldorf. Sie werden die Fläche auch außerhalb der regulären Centeröffnungszeiten gastronomisch betreiben.“ Ein weiterer unterzeichneter Mietvertrag liegt vor und auch mit einigen weiteren Mietinteressenten laufen sehr konkrete Gespräche. „Bei der Auswahl unserer Mieter steht ein attraktiver, ausgewogener und abwechslungsreicher Mietermix im Vordergrund, der selbstverständlich auch neue Branchen und Konzepte umfasst. Am Ende entscheiden dann die Kunden, ob ein Shop funktioniert oder nicht. Unsere Kunden und deren Nachfrage kennen wir durch regelmäßige Kundenbefragungen sehr gut, so dass

wir uns bestmöglich daran orientieren können“, führt Mailin Huljus aus. Die Galerie bewerten die Kunden mit der Schulnote „Gut“.  

„Um offen auf den SCPR und den darin enthaltenen Vorwurf der Unzufriedenheit der Läden in der Holsten-Galerie zu sprechen zu kommen: wir halten die Bewertungen im SCPR für nicht repräsentativ, da nur ein kleiner Teil der Mieter (18 von 90 Shops) seine Stimme hierzu abgegeben hat. Zudem werden in der Studie Fachmarktzentren auf der Grünen Wiese mit Innenstadt-Shoppingcentern verglichen. Dieser Vergleich hinkt, das liegt auf der Hand.

Sicherlich gibt es auch bei uns ein paar wenige Mieter, bei denen es noch nicht optimal läuft. Das ist aber gerade in den ersten Jahren nach Eröffnung ganz normal. Es gibt aber ebenso eine ganze Reihe von Mietern, die sehr zufrieden mit der Performance und der Entwicklung in der Holsten-Galerie sind. Hierzu zählt unter anderem der Großmieter Media Markt. Media Markt ist seit nunmehr 20 Jahren in der Stadt Neumünster vertreten und seit Eröffnung der Holsten-Galerie vor vier Jahren fester Bestandteil des Centers. Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Galerie und vor allem mit der Besucher-Frequenz“, berichtet Stefan Christensen, Geschäftsführer des Media Markt Neumünster. „Wir freuen uns auf viele weitere Jahre in der Holsten-Galerie!“, so Christensen weiter.

Die Holsten-Galerie ist aber kein Solitär. Im Gegenteil – sie stärkt den gesamten Innenstadthandel von Neumünster. Schließlich nutzen die Besucher auch umfänglich die Innenstadtangebote außerhalb des Centers. Die Holsten-Galerie stärkt die Innenstadt auch als Mitglied im City Management und unterstützt dessen Aktionen, wie z.B. die Weihnachtsbeleuchtung, die verkaufsoffenen Sonntage und die verschiedenen Kösten, die die Innenstadt regelmäßig mit Leben füllen. „Wir verstehen uns als Partner in der großen Gemeinschaft der Akteure der Innenstadt, dem das Wohl der Stadt ganz maßgeblich am Herzen liegt. Für Neumünster stellt die Galerie eine Bereicherung dar. Dies zeigen auch die 2016 veröffentlichten Umfrageergebnisse der Befragung des City Managements, aus der deutlich hervorging, dass seit der Eröffnung der Galerie weniger Neumünsteraner zum Shoppen nach Kiel und Hamburg abwandern“, freut sich Mailin Huljus. „Wir freuen uns sehr, am Standort Neumünster angekommen zu sein. Unwägbarkeiten gerade in der Anfangsphase gibt es immer, aber die Kennzahlen und der Erfolg der Galerie sprechen für sich. wir freuen uns auf viele weitere Jahrzehnte am Gänsemarkt.“

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