Festivalbilanz zum Kunstflecken 2020

Etwas anders als sonst

Foto: Kulturbüro Neumünster

Neumünster (pm) - Das Kulturfestival Kunstflecken in Neumünster fand am Sonntag, 20. September einen krönenden Abschluss bei strahlendem Sonnenschein. Im Park des Caspar-von-Saldern-Hauses sahen am Nachmittag rund 90 große und kleine Zuschauerinnen und Zuschauer das rockige Puppentheater „Wo die wilden Kerle wohnen“, präsentiert vom Theater Neumond und dem Theater fensterzurstadt. Am Abend standen einige der besten Poetry Slammer Schleswig-Holsteins auf der Bühne und wurden für die Texte, die sie im Rahmen der Lesebühne „Irgendwas mit Möwen“ präsentierten, von rund 130 Besucherinnen und Besuchern kräftig beklatscht.
Nach dem Lockdown stand lange nicht fest, in welcher Form ein Kulturfestival in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann. Im Juni wurden durch die Landesverordnung die Rahmenbedingungen für Veranstaltungen perspektivisch festgelegt und das Festival-Programm kurzerhand vom Kulturbüro auf die Beine gestellt. Mit einer bunten Mischung aus Ausstellungen, Konzerten und Familienveranstaltungen war für jeden Geschmack eine Veranstaltung geboten. Der 1. Stadtrat Carsten Hillgruber: „Dass der Kunstflecken in diesem Jahr trotz Corona stattfinden konnte, hat mich sehr gefreut. Ich danke dem Team des Kulturbüros ganz herzlich für den großen und erfolgreichen Einsatz!“
Auch die Werkhalle war in diesem Jahr Veranstaltungsort. Dort begeisterten am ersten Festival-Wochenende Gudrun Walther und Jürgen Treyz mit irischem und deutschem Folk das Publikum. Ralf Johannsen wurde am 11.9. mit dem Jazzfördererpreis ausgezeichnet, was anschließend mit dem Konzert der Band „Forsonics“ gefeiert wurde. Beim Filmabend präsentierte der Filmemacher Claus Oppermann den Dokumentarfilm „Mythos im Meer“, den er gemeinsam mit Sven Bohde gedreht hat. Über 300 private Filmaufnahmen sind in den Film eingeflossen und haben für viele Momente des Schmunzelns beim Publikum gesorgt. Mit einem Diavortrag, Trommelmusik und vielen Informationen zum Thema FairTrade wurden 4 Jahre FairTrade-Stadt gefeiert. Für einen krönenden Abschluss in der Werkhalle sorgte Marie Spaemann mit Cello, Gesang und Loop-Station. Sie spannte den Bogen zwischen Klassik, Jazz und Soul und eröffnete dem Publikum einen ganz neuen Blick auf das Potenzial des Cellos.
Als eine von drei Ausstellungen lud „Kultur im Beutel“ auf der Theaterbühne dazu ein, sich mit der Frage „Was ist Kultur für mich?“ auseinander zu setzen. Noch bis zum 26. September 2020 ist die Ausstellung „Kleine Stücke Nr. 2“ von Volker Tiemann in der Bürgergalerie zu sehen.
In dem Kooperationsprojekt mit der Muthesius Kunsthochschule sind 16 Banner in der Größe 2,80 x 2,80 m unter dem Titel „Say it loud“ entstanden. Sie wurden an der Fassade des Museums Tuch + Technik ausgestellt und sollen nun gerne weiter verwendet werden. Wer Interesse an einem der Banner hat, kann sich gerne im Kulturbüro bei Sünne Höhn unter Tel. 04321 – 942 3117 melden. (Auf dem Foto sind alle Banner noch einmal zu sehen.)
Agnes Trenka, die in diesem Jahr die Festivalleitung interimsweise übernommen hatte, ist zufrieden: „Das Festival war nun ganz anders als ursprünglich geplant. Unter diesen Bedingungen ist es uns jedoch gelungen, ein  abwechslungsreiches Programm zu ermöglichen, wenn auch mit weniger Sitzplätzen als gewohnt. Das Publikum und die Künstlerinnen und Künstler waren sehr dankbar für diese zwei Wochen voller Kultur. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr wieder mehr Gäste beim Kunstflecken begrüßen können.“


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