Vorsicht mit Post von der Kündigungszentrale

13.10.2017

Verbraucher sollten nicht zahlen

Viele Haushalte in Schleswig-Holstein bekommen derzeit Post von
einer „Kündigungszentrale“. Es handelt sich dabei um vorgetäuschte Inkasso-Schreiben. Verbraucher sollten auf keinen Fall zahlen und können das Anschreiben ignorieren.
In dem Brief mit persönlicher Anrede fordern die Absender 657,79 Euro, die mit einem beiliegenden Überweisungsträger auf ein Konto in Belgien über-wiesen werden sollen. Auf den ersten Blick wirkt das Schreiben seriös, erst bei genauerem Lesen fallen Rechtschreibfehler darin auf.
Der Absender behauptet, der Empfänger habe eine Mitgliedschaft bei einer Firma namens „Art Energie GmbH“ abgeschlossen, dort sei ein Betrag von 4.195,08 Euro zu zahlen. Es folgt die Drohung, dass bereits ein Vollstre-ckungsbescheid vorläge, eine Kontopfändung bevorstehe und das Konto des Empfängers in Kürze gesperrt werden könne. Am Ende des Schrei-bens folgt die Zahlungsaufforderung über 657,79 Euro.
„Selten haben wir in der Verbraucherzentrale ein derart dreistes Betrugs-schreiben gesehen“, so Dr. Boris Wita, Jurist der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Der Absender zielt offenbar darauf ab, Verbrauchern Angst zu machen und sie zur Zahlung zu drängen. „Wer so einen Brief be-kommt, sollte nicht darauf reagieren“, rät der Experte. „Wir wenden uns da-mit an die Landespolizei.“

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