Suppen-Köche gesucht!

07.09.2018

Lecker und fair!

Wollen nicht allein den Löffel schwingen: Silke Leng von der Ökumenischen Arbeitsstelle und Diakon Björn Hattenbach suchen Verstärkung und wünschen sich eine möglichst große Suppenvielfalt. Foto: Gottschalk

Neumünster (pgo) – „Essen ist lebensnotwendig für alle, aber leider nicht für alle selbstverständlich“, mahnt Diakonin Silke Leng eindrücklich. Um an diesen Missstand zu erinnern, wird am 15. September in Neumünster das vierte Faire Suppenfest veranstaltet. „Unser Fest fällt dieses Jahr mitten in die Erntezeit, so dass alle, die sich am Kochen beteiligen möchten, bei der Auswahl der Zutaten aus dem Vollen schöpfen können“, so Leng.
Das Prinzip ist einfach: Gruppen oder Einzelpersonen spenden einen großen Topf (circa acht bis zwölf Liter) gekochter Suppe mit mindestens einer regionalen und einer fair gehandelten Zutat. Sie bringen diese am Suppenfesttag auf den Großflecken. Ab 11 Uhr können die Neumünsteraner dann dort für 5 Euro so viele Suppen kosten, wie sie möchten. Kinder und alle, die nur eine Schüssel probieren, zahlen 3 Euro.
Wer eine selbstgekochte Suppe spenden will, meldet sich im Jugendwerk des Kirchenkreises Altholstein unter der Telefonnummer (04321) 498153 an. „Einige Köche haben sich schon gemeldet“, weiß Diakon Björn Hattenbach vom Jugendwerk Altholstein: „Toll ist die Verbindung von jung und alt dabei, zum Beispiel werden sich Schülerinnen der Elli-Heuß-Knapp-Schule und eine Seniorengruppe aus Einfeld beteiligen.“ Er und Diakonin Silke Leng von der Ökumenischen Arbeitsstelle Altholstein organisieren das Fest und sorgen auf dem Großflecken für kompostierbares Geschirr aus Zuckerrohr sowie Wärmeplatten und Sitzbänke. Sinn beim Fairen Suppenfest ist es auch, sich dabei einmal Gedanken zu machen, wie die Arbeitsbedingungen für die Produzenten der Lebensmittel sind oder wie klimafreundlich die Zutat an sich ist.
„Jetzt nach dem Dürresommer für unsere Landwirte ist das Thema Klimawandel auch für uns aktueller denn je“, gibt Silke Leng zu bedenken.
Der Erlös aus dem Fairen Suppenfest wird aufgeteilt: Zur Hälfte kommt er dem Café Jerusalem zugute, wo bedürftige Menschen in Neumünster eine günstige warme Mahlzeit bekommen können. Die zweite Hälfte fließt in das Kasapa-Projekt des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein. Damit werden Frauen unterstützt, die in der Demokratischen Republik Kongo einmal die Woche für Menschen im Gefängnis kochen.

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