Skaterparadies Tungendorf

17.03.2017

Neue Anlage für Skateboardfreunde

Foto: Szymura

Neumünster (rjs/pm) – Im neuen Glanz präsentiert sich die Skateanlage an der Kieler Straße unter der Max-Johannsen-Brücke. „Wir freuen uns, den neuen Skatepark den Jugendlichen und jungen Erwachsenen übergeben zu können. Besonders beeindrucken war das aufwändige Beteiligungsverfahren mit drei Workshops gemeinsam mit den Jugendlichen“, formulierte Stadtbaurat Thorsten Kubiak. Insgesamt 25 Skater beteiligten sich daran und äußerten Wünsche und Ideen, wie die Anlage ide­a­ler­wei­se aussehen könnte.
Der Skatpark an der Kieler Straße gehört zu einer der ersten Anlagen in Neumünster und ist auf Grund seines besonderen Standorts allwettertauglich. Die Erstausstattung erfolgte im Herbst 2000. Die Elemente bestanden aus einer Kombination von Aluminium, Edelstahl und Siebdruckplatten. Durch die intensive Nutzung wurde der Unterhaltungsaufwand immer größer, bis die gesamte Anlage im Herbst 2015 nicht mehr dem Sicherheitsstandart entsprach und letztlich gesperrt und abgebaut werden musste. Der Platz sollte nun wieder mit neuen Skategeräten ausgestattet werden. Zunächst wurde zur kurzfristigen Wiederbelebung der Anlage eine neue „Minipipe“ aufgestellt, die die Skater jedoch nicht zufrieden stellte.
Deshalb wurde danach in enger Zusammenarbeit mit dem Projekthaus insgesamt drei Workshops mit den Nutzern für die weitere Ausstattung der Skateanlage durchgeführt.
In einem ersten aufwändigen Workshop im vergangenen Mai wurden vor Ort verschiedene Ideen gesammelt und besprochen. Danach wurden zwei Planungen für die Umgestaltung erstellt und den Skatern im Juli 2016 vorgestellt. Im Oktober konnte man sich bei einer weiteren Beteiligungsrunde auf eine Planung einigen, die nun umgesetzt wurde.  „Auf einer Fläche von 540 Quadratmetern befinden sich insgesamt neun Skateelemente, die nun mit Skateboards, BMX-Rädern oder Inlinern angefahren werden können“, erzählt Stadtbaurat Thorsten Kubiak.
Um die Haltbarkeit der Anlage zu verlängern und um den Unterhaltungsaufwand zu reduzieren, wurden Skategeräte aus Beton verwendet. Die Kanten wurden aus schwarzen Stahl hergestellt und nach dem Einbau mit Schmiedelack gestrichen. Die Kosten für die Neugestaltung beliefen sich auf 80.000 Euro.
„Wir sind mit der jetzigen Anlage super zufrieden“, zeigt sich Nino Steffen glücklich, der als Skater bei der Planung beteiligt gewesen ist. „Hier finden wir unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vor, so dass hier sowohl Anfänger als auch Profis fahren können.“