Ratsmitglieder und Reservisten sammeln für die Kriegsgräberfürsorge

02.11.2018

Beitrag für die Arbeit der deutschen Kriegsgräberfürsorge

Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger ist Schirmherrin der traditionellen Sammlung. Foto: Gottschalk

Neumünster (pm) - In Neumünster findet unter der Schirmherrschaft von Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger am Sonnabend, 17. November , dem Vortage des Volkstrauertages, die traditionelle Sammlung der Ratsversammlung der Stadt Neumünster und der Bundeswehr statt. In der Zeit von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr werden Ratsfrauen und Ratsherren gemeinsam mit  Mitgliedern des Reservistenverbandes in der Innenstadt Spenden für die Förderung der Kriegsgräberfürsorge erbitten.

2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. In diesem Krieg fanden fast zehn Millionen Soldaten den Tod. Namen wie Verdun und Tannenberg stehen für ein bis dahin beispielloses Massensterben.

Vom 3. November bis 1. Dezember werden wieder landesweit zahlreiche freiwillige Sammlerinnen und Sammler unterwegs sein, um einen Beitrag für die Arbeit der deutschen Kriegsgräberfürsorge zu erbitten.  Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. kümmert sich im Auftrag der Bundesregierung weltweit um etwa 2,5 Millionen Gräber deutscher Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf derzeit 827 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern. Vor allem in Osteuropa werden auch heute noch Kriegstote gesucht, geborgen, identifiziert und auf neu angelegten Sammelfriedhöfen beigesetzt.

Dabei geht es dem Volksbund nicht nur darum, den Gefallenen würdige Ruhestätten zu schaffen und das Gedenken an die Kriegstoten zu bewahren, sondern vor allem auch darum, nachfolgende Generationen mit den Folgen von Kriegen und Gewaltherrschaft zu konfrontieren und zum Frieden zu mahnen. Unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ nimmt der Volksbund auch diese schwierige gesellschaftspolitische Aufgabe wahr.

Obwohl der Volksbund im staatlichen Auftrag handelt, wird die Arbeit immer noch zum größten Teil aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und den Erträgen der alljährlich stattfindenden Haus- und Straßensammlung finanziert. Auch in diesem Jahr werden wieder viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, insbesondere aus Politik und Bundeswehr, für die Arbeit des Volksbundes sammeln.   

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